Recovery-Verhalten ist, was in deinen ersten Trades nach dem Ende einer Verluststrecke passiert. Die gesunde Antwort ist unsichtbar — gleiches Setup, gleiche Größe, gleiche Standards. Die Verhaltens-Fehlermodi sind drei:
- Übermütige Recovery — der Trader geht NACH dem Streak-Ende GRÖSSER rein, um den Verlust schneller zurückzuholen. Verdreifacht das sequenzielle Risiko genau im Moment, in dem der Edge am volatilsten war.
- Vorsichtige Recovery — der Trader geht KLEINER rein, um „auf Nummer sicher" zu gehen. Verpasst die Snap-Back-Winner, die typischerweise einer Drawdown-Phase folgen, und zieht den Aufstieg aus dem Tal in die Länge.
- Leistungs-Recovery — gleiche Größe wie Baseline, aber die Trefferquote fällt. Der Trader hetzt Recovery-Setups, nimmt marginale Entries „weil ich einen Winner brauche", und die aggregierte Trefferquote rutscht.
Der Detektor identifiziert Verluststrecken (≥ 3 aufeinanderfolgende Verlierer), nimmt die ersten Trades nach dem Streak-Ende und vergleicht diese „Recovery-Trades" mit der Baseline (jeder Trade, der NICHT in einem Recovery-Fenster liegt). Drei Flags feuern unabhängig; das dominante Muster wird gemeldet.
Im Analyse-Zeitraum: 4 identifizierte Verluststrecken. Der erste Trade nach jedem Streak hat im Schnitt das 2-fache des normalen Volumens des Traders; die Recovery-Trefferquote liegt ~25 Prozentpunkte unter der Baseline-Quote.
Drei Muster, drei verschiedene Fixes:
- Übermütig — nach dem Streak größer. Der Fix ist mechanisch: eine Fixed-Fractional-Regel für die ersten Trades nach jedem Streak-Ende. Nie über der normalen Per-Trade-Größe, keine „nur dieses eine Mal"-Ausnahmen. Die Mathematik hinter übermütiger Recovery ist genau der Grund, warum Konten nach einer Reihe kleiner Verluste sprengen, nicht nach einem einzelnen großen.
- Vorsichtig — nach dem Streak kleiner. Kontraintuitiv fast so teuer wie übermütig: die Snap-Back-Winner, die typischerweise einer Drawdown-Phase folgen, passieren in halber Größe, der Recovery-Anstieg dauert doppelt so lang, und der Trader wird schneller demoralisiert. Sperre die Post-Streak-Größe auf das deklarierte Per-Trade-Risiko — der Streak ist vorbei, die Strategie nicht.
- Leistungs-schwach — gleiche Größe, niedrigere Trefferquote. Der Trader hetzt marginale Entries „weil ich einen Winner brauche". Der Fix ist Kriterien-Disziplin: die A-Grade-Setup-Kriterien VOR dem Entry der ersten 3 Post-Streak-Trades ins Journal schreiben. Alles, was die Latte nicht erreicht, ablehnen.
Wenn Übermütig UND Leistungs-schwach gemeinsam feuern (größer UND niedrigere Trefferquote), meldet der Report Übermütig, weil das Volumen-Signal das katastrophalere der beiden ist — die größere Position verstärkt den Trefferquoten-Einbruch zu einem vervierfachten Verlustprofil.
Tier: Pro. Verhaltens-Disziplin-Achse. Feuert gemeinsam mit Position-Sizing-Konsistenz (TRA-215), wenn das Muster volumengeprägt ist, und mit der Risk-Sizing-Achse der Disziplin-Scorecard. Paart natürlich mit Revenge-Trading (TRA-219) — derselbe Wurzelzustand (Verlust nicht akzeptieren) aber eine andere Zeit-Linse (sofortiger Re-Entry vs. Post-Streak-erste-Trades).
Wie du die Karte liest:
1. Hero (links) — die Recovery-vs-Baseline-Volumen-Ratio (z.B. 2,0× = Recovery-Trades sind doppelt so groß, 0,5× = halb so groß, ~1,0× = gleiche Größe). Das Bewertungs-Wort darüber (Übermütig / Vorsichtig / Schwächer) sagt dir, welches Muster dominiert. 2. Zwei MicroStats — Recovery-Trefferquote und Baseline-Trefferquote nebeneinander. Die Lücke ist das Sekundär-Signal. 3. Hint-Zeile — muster-spezifisch. Jeder der drei Fehlermodi hat seine eigene handlungsorientierte Intervention; der Hint der Karte wechselt automatisch je nach dominantem Muster.
Re-Check-Frequenz: wöchentlich. Recovery-Muster stabilisieren sich nach ~3–4 Streak-Zyklen; Tagesrauschen ist hier nicht hilfreich.
Tier: Pro.