Ein Bullenmarkt ist das Makro-Regime, bei dem eine Asset-Klasse mindestens 20% über ihrem Mehr-Monats-Tief handelt und der EMA50 über dem EMA200 auf dem Leit-Symbol der Klasse liegt. Die 20%-Schwelle ist die Standard-Definition aus der Finanzliteratur (Wall Street Journal, Investopedia etc.) — alles darunter ist Korrektur-Rauschen, alles darüber ist statistisch ein anhaltender Trend.
Die Doppel-Bedingung ist wichtig, weil jede einzeln Fehlsignale gibt. Nur '+20% vom Tief' kann während einer scharfen Gegen-Bewegung im Bärenmarkt feuern (sogenannte Bear-Market-Rally — manchmal 20-30% in Tagen, dann wieder runter). Das EMA50/200-Filter fängt das ab: die gleitenden Durchschnitte bewegen sich langsam genug, sodass sie erst flippen, wenn der Trend wirklich hält.
TradeOnyx berechnet das Regime gegen den Leit-Proxy der Asset-Klasse — SPX für Aktien/Indizes, GLD für Rohstoffe, BTC-USD für Krypto, das Pair selbst für FX-Pairs. Das generische 'forex' hat keinen Proxy (relatives Quoting zwischen Pairs hinterlässt kein einzelnes Asset zum Lesen), deswegen versteckt sich die Regime-Kachel für diese Kategorie.
Ein bestätigtes Bullen-Regime ist die Risk-on-Genehmigung des Traders. Konkret: - Bias-Richtung: bevorzugt Long-Setups. Short-Trades brauchen eine höhere Schwelle (Counter-Trend ist immer schwerer). - Sizing: in voller Plan-Größe auf trendkonforme Setups. Pullback-Käufe + Breakout-Fortsetzungen funktionieren beide in diesem Regime; beide verdienen normale Size. - Stop-Setzung: ruhig. Der Trend, der sich wieder behauptet, schützt den Stop. Enge Scalp-Stops sind das falsche Werkzeug — lass die Struktur atmen. - Was Returns im Bullenmarkt killt: dagegen kämpfen. Shorts werden ausgequetscht. Counter-Trend-Reversals feuern zu früh. Die günstige Disziplin ist, sie komplett auszulassen, bis die Regime-Kachel etwas anderes sagt. - Worauf zu achten: nachlassende Marktbreite (weniger Aktien tragen den Index) und ein abschwächender EMA50-Slope. Das Regime dreht nicht an einem einzigen schlechten Tag, aber der Vorlauf ist in diesen zwei Signalen sichtbar.
TradeOnyx zeigt das Bullen-Regime als gold-getönte Illustration im Briefing-Hero, oben auf der Seite. Mit der Maus über die Figur fahren öffnet den Trading-Implikations-Hinweis. Das Regime aktualisiert sich pro Asset-Klasse — Wechsel der Asset-Class-Auswahl (Aktien / Krypto / Rohstoffe) liest die Preis-Aktion des Proxy-Symbols neu und zeigt den passenden Zustand.
Nutze die Regime-Lesart als Morgens-Gut-Check, kein Trade-Signal. Die Karte beantwortet "in welchem Makro-Zustand handle ich gerade?" — sie sagt nicht "kauf jetzt." Zusammen mit der Event-Risk-Card (heutiger News-Kalender) und der Market-Activity-Card (heutige tatsächliche Preis-Bewegung) bilden die drei Signale den Morgens-Kontext: Regime + Risiko + Tempo. Am nützlichsten, wenn sie übereinstimmen ("Bull-Regime + niedriges Event-Risiko + aktives Tape" = A-Grade-Bedingungen); genauso nützlich, wenn sie sich widersprechen ("Bull-Regime + hohes Event-Risiko" = kleiner traden, mit Whipsaws rechnen).