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Metriken

R-Multiple — Risiko-normierte Returns

Eine Zahl, mit der du einen 50€-Gewinn auf 50€-Stop und einen 5.000€-Gewinn auf 5.000€-Stop direkt vergleichen kannst. R = Trade-Ergebnis ÷ initiales Risiko.

Was ist das

R-Multiple ist das Ergebnis eines Trades geteilt durch das Risiko, das du beim Einstieg eingegangen bist — Distanz von Fill zum Stop, multipliziert mit deiner Positionsgröße. Es zieht den absoluten Geldbetrag raus, sodass zwei Trades auf unterschiedlichen Kontogrößen, Symbolen und Volatilitäten auf derselben Skala liegen.

+2R = du hast das Doppelte deines Risikos gemacht. −1R = am geplanten Stop ausgestoppt. +0R = breakeven. +0,5R = du hast die Hälfte des geplanten Ziels mitgenommen. Die Einheit ist dein selbstgesetztes Risiko, kein vom Markt vorgegebener Wert — und genau das ist der Punkt. Es ist die persönlichste der Trade-Qualitätsmetriken, weil das R, von dem du sprichst, dasjenige ist, das du beim Setzen des Stops selbst bestimmt hast.

Formel
Long: R = (Exit − Entry) / |Entry − Stop|
Short: R = (Entry − Exit) / |Stop − Entry|
Beispiel

EURUSD-Long bei 1,1000, Stop bei 1,0950 (50 Pips Risiko), Ziel 1,1100. Exit bei 1,1080.

ErgebnisR = (1,1080 − 1,1000) / 0,0050 = 80 / 50 = +1,6R
Was bedeuten die Werte

Wie du deine R-Verteilung liest: - Durchschnittliches R > 0 — deine Strategie hat positive Expectancy in risiko-normierten Einheiten. Wie weit über null, ist ungefähr dein Edge. - Durchschnittliches R zwischen −0,2 und +0,1 — du hängst um den Breakeven. Win-Rate alleine sagt dir nicht auf welcher Seite; R schon. - Wenige +5R oder +10R Ausreißer in einem Meer kleiner Rs — Winner laufen lassen. Gesund wenn deine Win-Rate niedriger ist; verdächtig wenn die Win-Rate auch hoch ist (kleine Gewinne mitnehmen + Tail-Risiken auf den Verlierern). - Keine Ausreißer über +2R — du scalpst Ziele raus. OK wenn die Win-Rate kompensiert; problematisch unter 50% Win-Rate. - Große Cluster bei genau −1R — Disziplin sitzt, Stops werden eingehalten. - Cluster zwischen −1R und −2R — Stops rutschen. Entweder mid-trade manuell verbreitet oder Wochenend-Gaps nicht eingerechnet.

Wo TradeOnyx das nutzt

TradeOnyx berechnet R automatisch für jeden Trade, bei dem der Stop-Preis beim Einstieg dokumentiert ist. Die Trades-Liste hat eine R-Spalte zum Sortieren oder Filtern — „zeig mir jeden Trade schlechter als −1R" deckt die Disziplin-Lecks sofort auf. Aggregiertes R pro Playbook zeigt dir, welche Strategie tatsächlich die richtige Verteilungs-Form produziert, nicht nur welche die meisten Gewinne liefert.

Die Expectancy-KPI-Kachel im Overview ist eng verwandt: Expectancy = durchschnittliches R × Anzahl Trades, in Geld. R ist die Einheit pro Trade, Expectancy ist das aufsummierte Buch. Wenn du den Expectancy-Artikel gelesen hast und dich gefragt hast „wie sehe ich die Unit-Economics für einen einzelnen Trade?" — R ist diese Sicht.

Eine praktische Schleife: am Ende jeder Woche die Trades-Liste nach R aufsteigend sortieren. Die unteren drei Trades sind deine schlimmsten R-Verluste. Jeden öffnen, Journal-Notiz lesen, fragen: gleiches Setup, gleiche Zeit, gleiches Symbol? Das ist das Leck. Der R-Rahmen hält den Vergleich fair, auch bei Trades mit stark unterschiedlichen absoluten Größen.

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