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Onyx-Muster

Wöchentliche Aktionsliste

Zwei oder drei konkrete To-dos für die kommende Woche — abgeleitet aus Deinen Detektor-Findings und Deinem Journal, als imperativer Satz mit messbarem Trigger formuliert. Die Checklisten-Version der wöchentlichen Reflexion.

Was ist das

Die Karte „Wochen-Reflexion“ (TRA-229) erzählt die Geschichte über alle 28 Detektoren und Dein Journal. Die Recos-Karte zieht die umsetzbare Schicht aus dieser Geschichte heraus und rendert sie als kurze nummerierte Liste — genau zwei oder drei Punkte, jeder mit einem messbaren Trigger. Die Reflexion zu lesen beantwortet „was ist los“; die Recos zu lesen beantwortet „was tue ich konkret dagegen“.

Die Trennung ist Absicht. Die Reflexion ist Prosa: ausführlich, kontextreich, nützlich für eine lange Sonntags-Auswertung. Die Recos sind eine Checkliste: kurz, scannbar, nützlich am Montag-Morgen, wenn keine Zeit für Prosa bleibt. Das Modell ist angewiesen, jeden Punkt mit einem messbaren Trigger zu formulieren — „Keine neuen Trades innerhalb von 20 Minuten nach einem geschlossenen Verlust“ — und jeden Punkt zu streichen, der nur als generische Absicht ausgedrückt werden kann („diszipliniere dich mehr“, „bleib geduldig“). Wenn das Modell es nicht messen kann, kommt es nicht in die Liste.

Nur Pro Plus. Free- und Pro-Nutzer sehen den Karten-Rahmen + ein Teaser mit dem Upgrade-Overlay, genau wie bei der Reflexions-Karte. Der eigentliche Anthropic-Aufruf feuert nur für Pro Plus, sodass das Anthropic-Budget auf zahlende Nutzer begrenzt bleibt.

Formel
Cache-Key: `recos_<ISO-Jahr>-W<ISO-Woche>` pro Nutzer — selbe ISO-Wochen-Rotation wie die Reflexions-Karte. Eine Regenerierung pro Nutzer pro Woche, rollt automatisch am ISO-Montag.
 
Inputs ins Prompt: dasselbe Payload wie bei der Reflexion (`_build_narrative_payload`) — jede Muster-Karte + die letzten 7 Tage Journal-Einträge (gedeckelt bei 14 Zeilen, 400 Zeichen pro Freitext-Feld). Das System-Prompt unterscheidet sich: es zwingt das Modell auf eine strikte 2-bis-3-Punkte-Markdown-Liste mit einer imperativen Aktion pro Punkt plus einem ein-Satz Begründung:-Suffix.
 
Modell: `claude-sonnet-4-6` (wie die Reflexion; gleicher Qualitäts-Standard, keine Modell-Variantenpflege pro Aufruf). Kleinerer Output als die Reflexion (~200 Token) hält die Kosten pro Aufruf bei etwa €0,004. Bei 1 Aufruf/Nutzer/Woche bleibt die ganze Oberfläche unter €15/Monat für eine 1 000-Nutzer-Kohorte.
 
Compliance-Präambel. Jeder Aufruf trägt denselben Anlageberatungs-Disclaimer. Das Modell wird explizit instruiert: Aktionen sind Selbstkorrektur-Impulse, keine Order-Anweisungen.
Beispiel

Selber Trader wie im Reflexions-Beispiel: 6 Wochen EURUSD- + DAX-Trades, Journal-Einträge an 4 der letzten 7 Tage. Engine-Findings: Revenge-Trading (47,9 % der Verluste werden innerhalb von 20 Min von einem neuen Trade gefolgt), Friday-Drift (Ø R sinkt von 1,2R Mo–Do auf 0,4R am Freitag), Stop-Loss-Drift (EURUSD-SL-Distanz hat sich in zwei Wochen um 30 % vs der Baseline verbreitert).

Ergebnis**Die Karte liest:** > 1. **Keine neuen Trades innerhalb von 20 Minuten nach einem geschlossenen Verlust.** Uhren-Regel, kein Gefühl. > **Begründung:** Revenge-Muster feuert bei 47,9 % der Verluste — die Hälfte Deiner Verlust-Tage trägt einen zweiten, größeren Verlust. > > 2. **Setze Deinen EURUSD-SL wieder auf den 14-Tage-ATR-Multiplikator, mit dem Du gestartet bist.** > **Begründung:** SL hat sich in zwei Wochen um 30 % verbreitert, ohne dass ein bewusster Strategiewechsel dokumentiert ist — Deine letzten Verluste sind 30 % größer als die Strategie kalibriert war. > > 3. **Freitags vor dem EU-Close halbiere Deine normale Positionsgröße.** > **Begründung:** Ø R am Freitag ist ein Drittel Deiner Mo-Do-Baseline; kleinere Größe verhindert, dass der schlechte Tag die Woche ruiniert.
Was bedeuten die Werte

Lies die Recos als Start-Checkliste, nicht als Gebote. Jeder Punkt ist die beste Schätzung des Modells für die hebelstärkste Aktion bei Deinen Daten diese Woche. Du entscheidest, ob die Aktion zu Deiner Strategie passt.

Qualitäts-Check pro Punkt: - Imperativ? Jeder Punkt muss Dir sagen, was Du tun oder lassen sollst — keine Floskeln wie „erwäge“, „versuche“, „achte auf“. Vage Punkte sind eine Prompt-Regression; melde sie als Bug-Reports. - Messbarer Trigger? Jeder Punkt muss eine Zahl oder Bedingung enthalten, die Du im Nachhinein prüfen kannst: „innerhalb von 20 Minuten“, „halbiere die Größe“, „Mood < 3“. Wenn Du nicht prüfen kannst, ob Du Dich daran gehalten hast, kannst Du auch nicht daraus lernen. - Kurze Begründung? Der einzeilige Begründung:-Suffix sollte eine Zahl aus dem zugrunde liegenden Finding zitieren — „Revenge-Muster feuert bei 47,9 % der Verluste“ — nicht eine generische Motivation. Wenn die Begründung generisch ist, ist die Aktion vermutlich auch generisch.

Der Trend über Wochen schlägt jede einzelne Woche. Eine Recos-Karte, die drei Wochen in Folge dieselbe Aktion vorschlägt, sagt Dir, dass das Verhalten sich nicht ändert. Das ist das Leck. Eine andere Aktion jede Woche bedeutet, das Modell reagiert auf Rauschen — in dem Fall haben die zugrunde liegenden Detektoren noch kein stabiles Muster freigelegt, und der richtige Schritt ist, weiter zu journalen.

Wenn Du einem Punkt widersprichst: auch das ist nützlich. Der Widerspruch zeigt die Lücke zwischen dem, was die Detektoren sehen, und dem, was Du über Deine Strategie weißt. Notiere den Widerspruch im Journal — die Recos nächste Woche werden diese Notiz sehen und sich anpassen.

Wo TradeOnyx das nutzt

Wie Du die Karte liest — visuelle Elemente von oben nach unten:

1. Kicker + Titel — immer sichtbar, unabhängig vom Tier. Der Kicker („Onyx-Engine · Diese Woche konkret“) zeigt die Oberfläche; der Titel setzt das Versprechen. 2. Subtitle — ein-Satz-Versprechen, was Du gleich liest. Hilfreich für gesperrte Nutzer, die entscheiden, ob sie upgraden. 3. Die 2–3 nummerierten Aktionen — nur für Pro Plus. Jede mit der Aktion fett und dem Begründung:-Suffix in einer Zeile darunter gerendert. Die geordnete Liste hat großzügige Abstände, sodass jeder Punkt ein eigener scannbarer Block ist. 4. Cache-Alter-Hinweis — kleine graue Zeile unter der Liste: „Generiert für 2026-W19, vor 2 Tag(en). Neue Aktionsliste jede ISO-Woche.“ 5. KI-Disclaimer — kursiver grauer Fußtext, dieselbe Compliance-Copy wie bei der Reflexion.

Wann Du sie in Deinem Wochen-Loop nutzt: die Recos-Karte ist die Montag-Morgen-Oberfläche. Lies die Reflexion am Sonntag-Abend (die ausführliche Version), dann lies die Recos-Karte am Montag-Morgen als die imperative Zusammenfassung, nach der Du diese Woche tatsächlich handelst. Klebe die drei Punkte dorthin, wo Du sie tagsüber siehst — Handy-Sperrbildschirm, Post-it am zweiten Monitor — damit der Trigger feuert, wenn er relevant ist, nicht erst, wenn Du das Dashboard öffnest.

Tier: Pro Plus. Free- und Pro-Nutzer sehen den Rahmen + drei Platzhalter-Zeilen mit dem Upgrade-Overlay. Der Anthropic-Aufruf feuert für Nicht-Pro-Plus-Konten nie.

Sprache: Die Karte respektiert den Sprach-Wechsel im Dashboard. Die deutsche Version verwendet natürliche Trader-Sprache („du“, nicht „Sie“). Compliance-Disclaimer ist in beiden Lokalen identisch.

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