Korrelations-Cluster identifiziert versteckte Risikokonzentration: Trades, die der User für diversifiziert gehalten hat, die aber tatsächlich nach Cluster korreliert sind. Die klassische Retail-Falle: vier Positionen in vermeintlich vier verschiedenen Märkten öffnen — z.B. EURUSD, EURJPY, EURGBP und EURAUD — im Glauben, das Risiko sei 4x diversifiziert, während es in Wahrheit 4x in EUR-Richtung konzentriert ist.
Der Detektor klassifiziert jeden geschlossenen Trade allein anhand des Symbols (keine Broker-seitige Korrelationsmatrix nötig) und läuft mit einem Sweep-Line-Algorithmus durch die Trade-Historie, um pro Cluster den Peak gleichzeitig offener Positionen zu berechnen: die größte Zahl gleichzeitig offener Positionen, die je innerhalb eines Clusters bestand.
Ein Peak von 3 oder mehr ist das Warnsignal — schon ein einzelner Moment mit 3 gleichzeitig offenen Same-Cluster-Positionen bedeutet, dass die Risikorichtung in diesem Fenster das Dreifache des deklarierten Per-Trade-Risikos war.
Cluster-klassifizierte Trades im Zeitraum. Die Sweep-Line auf EUR-Paare zeigt einen Moment, in dem drei verschiedene EUR-Basis-Paare innerhalb desselben kurzen Fensters gleichzeitig offen waren.
Schweregrad-Bänder auf der Peak-Anzahl: - Beobachten — ein Moment mit Cluster-Konzentration. Kann Zufall sein; im Journal markieren und prüfen, ob der Moment bewusst war (Sektor-These) oder Drift. - Konzentriert — der User hält im Peak-Moment ein Mehrfaches des deklarierten Risikos in eine Richtung. Fast immer Hot-Hand-Bias: der Trader mochte ein Setup und hat es auf „ähnliche" Instrumente repliziert, ohne das Bündel als eine einzige Wette zu sizen. - Geballt — Katastrophen-Risiko. Ein unerwartetes Event in diesem Cluster zieht ein Mehrfaches des Per-Trade-Budgets auf einen Schlag. Den Cluster auf das Per-Trade-Budget deckeln.
Die Onyx-Engine ordnet den dominanten Cluster einem dieser Bänder zu; die Schwellenwerte sind TradeOnyx-interne Kalibrierung.
Drei Ursachen für Cluster-Stacking: 1. Hot-Hand-Bias — ein Setup hat funktioniert, der Trader repliziert es auf die nächst-ähnlichen Instrumente, ohne die Korrelation zu erkennen. 2. Sektor-Momentum-Jagd — Tech läuft, also wirken AAPL + MSFT + NVDA wie drei unabhängige Wege, die Bewegung mitzunehmen. Sind sie nicht. 3. Währungs-Event-Jagd — EZB ist taubenhaft, also shortet der Trader EUR über drei Paare gleichzeitig, um den Entry „zu streuen". Streuen heißt in diesem Fall: Hebel.
Tier: Pro Plus. Schweres Risk-Management-Werkzeug; sitzt neben Risk-of-Ruin Monte Carlo als die tiefste Korrelations- und Konzentrations-Analyse, die die Engine anbietet.
Wie du die Karte liest:
1. Hero (links) — Peak gleichzeitig mit Schweregrad-Bewertung. Die Zahl ist der schlimmste Moment; die Bewertung sagt dir, wie ernst du es nehmen sollst. 2. Drei MicroStats — Dominanter Cluster (z.B. 'EUR'), Trades im Cluster, Anteil gesamt (% aller bewerteten Trades, die in diesen Cluster fielen). 3. Hint-Zeile — handlungsorientiert: „Größenwahl nach Cluster, nicht nach Symbol", verankert am dominanten Cluster-Namen.
Die Korrelations-Cluster → Position-Sizing-Paarung. Diese Karte und die Position-Sizing-Konsistenz-Karte legen dieselbe Wurzel offen: sind deine Positionen nach deinem Risikomodell dimensioniert? Position-Sizing fängt Größendrift pro Trade; Korrelations-Cluster fängt Größendrift pro CLUSTER. Ein Trader, der Position-Sizing besteht, aber an Korrelations-Cluster scheitert, hat disziplinierte Per-Trade-Größenwahl, lässt aber Cluster-Bündel am Budget vorbeischlüpfen.
Re-Check-Frequenz: wöchentlich. Cluster-Stacking-Muster stabilisieren sich über ~10–20 Trades; Tagesrauschen ist nicht hilfreich.
Tier: Pro Plus.