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Metriken

Haltedauer-Bias

Gewinner schnell abschneiden und Verlierer laufen lassen ist das häufigste leise Leck im Retail-Trading. Die durchschnittliche Haltedauer von Gewinnern und Verlierern auf einer Kachel zu vergleichen, macht es sichtbar.

Was ist das

Die Haltedauer-Bias-Kachel nimmt die Zeit zwischen Open und Close jedes Trades der gewählten Periode, mittelt sie getrennt für Gewinner (Netto-G&V > 0) und Verlierer (Netto-G&V < 0), und teilt dann den Verlierer-Schnitt durch den Gewinner-Schnitt. Das Verhältnis ist die Schlagzeile: 1,0 heißt du hältst beide Seiten gleich lang; 2,0 heißt Verlierer bleiben doppelt so lange offen wie Gewinner; 0,5 heißt du gibst Gewinnern doppelt so viel Raum.

Was bedeuten die Werte

Was die Verhältnis-Bänder bedeuten: - 0,7 bis 1,3 — symmetrisch. Du gehst aus beiden Seiten mit ähnlicher Logik raus; die Strategie ist regelbasiert, nicht emotional. - 1,3 bis 1,5 — leichter Bias. Bei kleiner Stichprobe meist Rauschen, mit wachsender Trade-Anzahl im Auge behalten. - 1,5 bis 2,5 — Gelb-Warnung. Verlierer werden systematisch länger gehalten. Oft ein Zeichen, dass du auf den Bounce wartest statt den Stop zu akzeptieren. - Über 2,5 — Rot. Klassisches Hoffen und Beten. Die Verlierer-These wird zerredet, weil Schließen bedeutet zuzugeben, dass der Call falsch war. Gewinner werden beim ersten Anzeichen von Schwäche abgeschnitten, weil sich der Gewinn brüchig anfühlt.

Das inverse Muster (Verhältnis unter 0,7) ist seltener, aber bemerkenswert: du gibst Gewinnern mehr Raum als Verlierern. Meist ein bewusster Trendfolge-Stil — okay mit einem entsprechend weiteren Initial-Stop, problematisch wenn es einfach kleine Gewinne + kleine Verluste + keinen Edge bedeutet.

Wo TradeOnyx das nutzt

TradeOnyx zeigt den Haltedauer-Bias im Overview-Tab und feuert einen expliziten Alert-Hinweis, sobald das Verhältnis 1,5× überschreitet. Der Alert benennt das Muster (Hoffnungs-Pattern) statt nur die Zahl zu zeigen — das ist Absicht. Das Verhalten zu benennen ist der erste Schritt es zu ändern; eine reine Zahl ist leicht zu ignorieren. Mit dem Periodenfilter prüfst du, ob sich der Bias über die Zeit verbessert: ein Verhältnis das in drei Monaten von 4,0× auf 1,8× fällt, ist echter Verhaltens-Fortschritt — auch wenn das absolute Niveau weiter Beachtung verdient.

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